Schutzplanken

Schutzplanken Infos

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Was ist der Unterschied zwischen "Leitplanken" und "Schutzplanken"?

Die Bezeichnung "Leitplanken" ist ein veralteter Begriff, der im Volksmund verbreitet ist. Der Begriff "Schutzplanken" ist der richtige Fachbegriff, denn Schutzplanken sollen den Verkehrsteilnehmer nicht leiten (dafür gibt es die Leitpfosten an den Straßen), sondern vor Gefahren schützen.

Welche Profile von Schutzplanken gibt es?

Es gibt zwei Schutzplankenprofile in Deutschland: Profil A und Profil B. Beide Profile sind für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen und werden als gleichwertig angesehen. Das Profil B bietet einige Vorteile, daher empfehlen wir es für die Neumontage. Das Profil A sollte verwendet werden, wenn im Umfeld bereits Profil A-Schutzplanken vorhanden sind, um ein einheitliches Bild zu erhalten, oder wenn eine beschädigte Profil A-Schutzplanke ausgetauscht werden soll. Neben der regionalen Verbreitung der Profile entscheidet auch der Geschmack, da das Schutzplankenprofil wesentlich zum Aussehen der Konstruktion beiträgt.

Das Profil B für Schutzplanken bietet folgende Vorteile:

  • geringeres Gewicht
  • günstigerer Preis
  • weniger Schrauben notwendig
  • weniger Bohrlöcher (bei Passstücken) notwendig
  • schnellere Montage
  • schnellere Verfügbarkeit und größere Auswahl an Zubehör

Wieso gibt es Kopfstücke mit Rundlöchern und Tropflöchern?

Da bei einem Schutzplankenholm die Enden verschieden sind, benötigt man zwei verschiedene Kopfstücke. Der Anfang der Schutzplanke hat Rundlöcher und ist verkröpft. Deshalb muss am Anfang das Kopfstück „Tropfloch" eingebaut werden, welches nicht verkröpft ist und Tropflöcher für die Halbrundkopfschraube mit Nase besitzt. Das Kopfstück Tropfloch wird vorne auf das Schutzplankenprofil montiert. Am Ende der Schutzplanke hat man das unverkröpfte Ende mit den Tropflöchern. Hier muss also das Kopfstück „Rundloch" montiert werden, welches verkröpft ist. Dieses Kopfstück wird hinter das Schutzplankenprofil montiert. Achtung: Diese Erklärung gilt nur für Schutzplankenholme in Originallänge. Wenn ein Holm für Schutzplanken gekürzt wird, muss beachtet werden, dass nur ein Schutzplankenpassstück mit einem verkröpften und einem unverkröpften Ende entsteht. Das Reststück hat kein verkröpftes Ende mehr und kann nur eingeschränkt verwendet werden!

Welche Pfosten gibt es?

Es gibt Sigma-Pfosten, IPE-Pfosten und LUMAX-Rail-Pfosten. Sigma-Pfosten sind für einen Rammschutz nicht geignet, da die Pfosten mit Fußplatte zum Teil mit Kunststoffmuttern verschraubt sind und sehr schnell abbrechen. Daher werden seit vielen Jahren die etwas robusteren IPE-Pfosten als Rammschutz verwendet, welche mit der Fußplatte verschweißt sind. IPE-Pfosten haben sich seit vielen Jahren im Industrieeinsatz bewährt. Die vielfach etablierten IPE 100-Pfosten haben einen kleinen Nachteil, dass die Schutzplanke mit einer relativ schwachen M10-Verschraubung befestigt werden können. Daher hat sich das Team der Fa. LUMAX mit diesem Problem befasst und seit 2014 die LUMAX-Rail-Pfosten entwickelt. Die Pfosten werden aus einem robusten 5 Millimeter-C-Profil hergestellt. Dieses Pfostenprofil wird bei modernen Fahrzeugrückhaltesystem im Straßenverkehr verwendet, welche sogar Lkws und Buse aufhalten können. Das C-Profil ist sehr gut geeignet um die Schutzplanke mit M16-Schrauben zu befestigen. Ein Bruch der Schraube ist beim Aufprall nahezu ausgeschlossen. Die Löcher wurden so intelligent platziert, dass eine problemlose Montage von mehreren Schutzplankenholme übereinander möglich ist.

Wieso gibt es neben den IPE-Bausätzen und LUMAX-Rail-Bausätzen keine Sigma-Bausätze?

Es gibt mehrere Gründe, wieso wir uns entschieden haben keine Sigma-Bausätze zu verkaufen. Wir sind stets bemüht unseren Kunden gute Produkte zu verkaufen. Die Sigma-Pfosten haben einige Nachteile. Der Sigma-Pfosten mit Fußplatte wurde ursprünglich für Brücken im Straßenverkehr entwickelt. Daher hat der Standard-Sigma-Pfosten mit Fußplatte immer eine Neigung von 4%. Er ist so konzipiert, dass er im Falle eines Aufpralls nachgeben soll. Daher haben die Sigma-Pfosten mit Fußplatte 2 Stahl- und 2 Kunststoffmuttern. Im Falle eines Aufpralls soll der Pfosten von der Platte leicht abreißen. Dies ist bei einem Rammschutz im Industriebereich nicht optimal. Ein Rammschutzpfosten sollte so robust wie möglich sein und auf keinen Fall Sollbruchstellen haben. Der Pfosten darf im Straßenverkehr nur mit einem Abstandhalter verwendet werden. Der Sigma-Pfosten mit Fußplatte hat sogar 2 Sollbruchstellen, wenn die Schutzplanke am Sigma-Pfosten nur mit M10-Schrauben befestigt wird. Im Falle eines Aufpralls reißt der Pfosten von der Platte und die M10-Schraube bei der Schutzplanke bricht - schnell wird dann ein lebensgefährliches Geschoss daraus. Im Internet gibt es zwar viele Angebote mit Bausätzen mit Sigma-Pfosten, die mit Kunststoffmuttern an der Fußplatte befestigt sind und bei denen die Schutzplanke direkt an so einem Pfosten befestigt wird. Oft wird behauptet, dass die Konstruktion der STVO enstspricht. Dies ist definitiv eine Falschinformation. Erstens regelt die STVO nicht, welche Schutzplanken im Straßenverkehr montiert werden und zweitens darf im öffentlichen Straßenverkehr so etwas nicht montiert werden, da die Konstruktion nicht geprüft wurde. Wir können Ihnen daher definitv davon abraten solche Konstruktionen einzubauen.
Als gerammte und einbetonierte Pfosten können die Pfosten verwendet werden. Eine Sollbruchstelle bleibt aber weiterhin (genau wie bei IPE-Pfsoten), wenn die Schutzplanke standardmäßig mit M10-Schrauben verschraubt wird.

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen zu Schutzplanken, Holmen oder Pfosten haben - wir helfen Ihnen gerne weiter.